Der Vierte Weg ist eine Lehre spiritueller Entwicklung zur Erlangung höheren Bewusstseins.
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Diese Lehre ist von Georg Ivanovitch Gurdjieff und Pjotr Damian Ouspensky in den Westen gebracht worden. Ouspensky war ein Schüler von Gurdjieff, 1915 in Moskau, und studierte bei ihm bis in die frühen 20er Jahre. Gurdjieff liess sich schliesslich in Paris nieder, Ouspensky in London.
Jeder auf seine Art lehrte das System Leuten, die daran interessiert waren, von den Ideen zu hören und an sich selbst zu arbeiten. Ein Student von Ouspensky, Rodney Collin, gründete nach Ouspenskys Tod eine eigene Gruppe in Mexiko. Alle wichtige Arbeitsliteratur des Vierten Weges stammt von diesen drei Männern. Sie gelten den Adepten des Vierten Weges als bewusste Wesen, das heisst, Menschen, die durch Arbeit an sich selbst erwacht sind.
Mehr als jedes andere uns heute bekannte Lehr-System betont der Vierte Weg die Arbeit an sich selbst. Es genügt nicht, die Worte zu kennen und sie zu glauben, man muss sie s e i n .
Ouspensky hat gesagt, dass die Ideen, die ich ihnen nun darlegen werde, nicht von uns, gewöhnlichen Geistern, stammten. Genau das macht ihren Wert aus.
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Die Arbeit des Vierten Weges basiert auf einer Lehrer-Schüler-Beziehung. Ein Lehrer des Vierten Weges ist jemand, der bewusst ist, der weiss, was der Student braucht, und wie der Student das am besten erreichen kann, was er oder sie braucht.
Der Lehrer mag unverblümt und direkt sein, er mag lediglich vorschlagen oder Empfehlungen machen, oder auch nur ohne jegliche Erklärung eine Gelegenheit bieten. Doch ohne Lehrer und ohne die Bereitschaft zu tun, was der Lehrer verlangt, kann keine wirkliche Arbeit stattfinden. Die Tendenz eine Disziplin nach seiner eigenen Auffassung auszuüben, das heisst selektiv darin zu sein, was man versuchen oder vermeiden will, ist zu stark, um sie ohne geeignete Führung überwinden zu können.
Lehrer und Studenten mit den gemeinsamen Ziel des Erwachens und Dienst am Höheren bilden zusammen eine Schule. Eine wirkliche Schule hat eine direkte Verbindung zu Höheren Kräften, das heisst zu den bewussten Aspekten des Universums, die uns erschaffen haben und unser individuelles und kollektives Schicksal regieren.
Der Vierte Weg unterscheidet stark zwischen Theorie und Praxis. Alles, was ich heute abend hier vortrage, sind für Sie Theorien. Wir müssen mit Theorien beginnen, weil wir nichts anderes haben. Um von der Theorie zur Praxis, von der intellektuellen Aufnahme zu persönlichem Verstehen fortzuschreiten, ist ein Prozess der Verifikation erforderlich. Verifikation bedeutet, dass wir durch persönliche Erfahrung uns selber demonstrieren, ob ein Theorem wahr oder falsch oder auch etwas zwischendurch ist. Verifikation ist allerdings noch kein Beweis. Niemand kann jemandem anderem seine oder ihre Verifikationen weitergeben, noch kann ich sagen, ich hätte die Ideen des Vierten Weges verifiziert, weil sie mir jemand höchst überzeugend dargelegt hat.
Immerhin gibt es viele Dinge, die wir im Moment, wo wir sie hören, mit unserer eigenen Erfahrung in Verbindung bringen können.
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Ausgangspunkt des Vierten Weges ist das Eingeständnis, dass wir uns viele Qualitäten zuschreiben, die wir gar nicht haben. Zum Beispiel sagen wir: „Ich denke.“ Ich habe zu Zeiten buddhistische Meditation praktiziert und konnte dabei verifizieren, dass beide Teile dieser Aussage falsch sind. Bei der Meditation, die ich praktizierte, ging es darum, seinen Geist auf das Spüren des Ein- und Ausatmens zwischen Nase und Oberlippe zu konzentrieren und dabei nicht zu denken. Ich konnte nicht nicht denken. Nach einigen Jahren dieser Praxis war mir sonnenklar, da ist bei weitem kein „Ich“ als einer kohärenten Instanz, die intentional handelt, und auch von „denken“, im Sinne von tun, kann gemeinhin keine Rede sein, da dieses sogenannte Denken als automatischer Assoziationsfluss abläuft. Beides, das „Ich“ und das „denken“, sind allerdings Potenzialitäten des Menschen, die dieser jedoch in den wenigsten Fällen realisiert.
Bevor wir nicht zu einer objektiven Sicht unserer Selbst gelangt sind, bevor wir nicht wissen, von wo wir wirklich starten, sind all unsere Anstrengungen, wie
extrem und schmerzlich die auch sein mögen, auf Sand gebaut und zeitigen keine Resultate.
Die Verifikation unserer Nullität ist eine schwierige und erfordert eine lange Zeit der Anstrengungen objektiver Selbst-Beobachtung. Sie ist die unerlässliche Erst-Verschlechterung, die der Genesung vorangeht.
Die am höchsten gegriffene Qualität, die wir uns zuschreiben, ohne sie wirklich zu besitzen, ist die einer Seele. Dieses System besagt, dass der Mensch nur potentiell eine Seele besitzt, dass aber ohne Arbeit an sich selbst und die Anerkennung und Verbindung zu Höheren Kräften keine solche aktualisiert werden kann.
Zu einer Seele gehören bestimmte Qualitäten. Eine dieser Qualitäten ist die der
persönlichen Identität. Wir führen das Wort „Ich“ ständig im Munde oder zumindest ist es in unserem Kopfe. Doch in Tat und Wahrheit ist da kein Ich. Lediglich der Name „Max Rüdlinger“ und bis zu einem gewissen Grade auch der Körper suggerieren, das es sich bei dieser Erscheinung um die immer gleiche Person handelt. Tatsächlich ist diese Person jedoch ein Sammelsurium von Ichs. „Mein Name ist Legion.“
Immer wenn wir „Ich“ sagen, denken wir, es spreche die ganze Person, tatsächlich ist es jedoch nur ein partikulares Ich des Momentes. Im nächsten Moment spricht ein anderes Ich. Ein Teil unserer Gegebenheiten scheint auf und entweder will er etwas oder will etwas nicht, doch andere Teile wissen nichts davon und wollen gerade vermeiden, was wir zuerst wollten oder wollen, was wir zuvor verneinten. Deswegen ist der Mensch der Irrläufer, der er ist.
Ein kleines Beispiel: Max trifft Freunde, und ein emotionales Ich lädt diese spontan und begeistert zum Essen ein. Das Ich, das dann eine Woche später aber Einkaufen gehen und kochen muss, teilt diese Begeisterung ganz und gar nicht und dem stinkt es ganz gewaltig.
Die Ichs wissen zum Teil sogar nicht einmal etwas voneinander. „Die Linke weiss nicht, was die Rechte tut.“ Diese Abtrennung leisten sogenannte Puffer. Das sind Gewohnheiten und Haltungen, die verhindern, dass wir Widersprüche in uns selbst wahrnehmen. Wenn wir jemand auf eine Widersprüchlichkeit in seiner Person hinweisen, was wir dann nicht alles zu hören bekommen: Die Person wird böse oder sie erklärt uns wortreich, warum dies kein Widerspruch ist oder dass dies ein Experiment, eine neue Entscheidung oder eine notwendige Aenderung sei oder auch, dass diese Widersprüchlichkeit erst einen Menschen lebendig mache. Das sind Puffer. Doch wir brauchen uns nicht zu wundern.
Wir sind genau auch so. Der Mensch ist inkonsistent. In einem viel grösseren Masse inkonsistent, als er zugeben kann. Ohne die Bereitschaft dies zu verifizieren und zu akzeptieren, dass wir viele Ichs sind und dass um uns herum viele Ichs sind, und dies in unseren Bemühungen in Rechnung zu stellen, können wir auf dem Weg der spirituellen Entwicklung nicht vorankommen.
Mit der fehlenden Einheit des Menschen geht dessen fehlender Wille einher. Wir können nicht tun. Die meisten Menschen haben ihr liebes langes Leben lang keine unabhängige Aktion vollbracht. Sie können es nicht, weil sie keine unabhängige Wesen sind. Sie sind Maschinen.
Der Mensch ist eine Maschine. Eine Maschine verfügt über eine bestimmte Anzahl Funktionen und einen bestimmten Betrag an Energie. Die Maschine kann nichts anderes tun, als ihr die Funktionen erlauben, und die Maschine hört auf zu laufen, wenn ihr keine Energie mehr zugeführt wird. Die menschliche Maschine wird durch einen Reiz-Reaktions-Mechanismus in Gang gesetzt. In unseren Gesprächen stammen Ideen und Haltungen aus Assoziationen von Gehörtem oder Gelesenem oder unserem eigenen Gedankenfluss. Unsere Emotionen sind die Folge davon, wie wir behandelt werden. Unser Alltag wird durch die Macht der Gewohnheit und in Antwort auf äussere Reize, wie das Wetter, die Verkehrs- oder Verdauungslage abgewickelt, die uns je nach dem auch veranlassen können, in eine ganz andere Richtung zu gehen als ursprünglich gewollt.
Tatsächlich passiert uns unser Leben. Wenn wir eine gewisse Ausbildung verfolgten, ist es uns passiert. Wenn wir die eine anstelle der anderen Person heirateten, ist es uns passiert. Wenn wir Geld haben, kein Geld haben, das Geld ausgegeben, es gehortet oder es verloren haben, dies und alles andere ist uns passiert.
Wir sind Maschinen und ohne Hilfe von aussen haben wir geringe bis keine Chancen unserer Mechanikalität zu entfliehen. Wir verharren darin, wenn wir denken, dass wir Dinge selber tun können, ja, dass wir es sind, die sie tun. Dies, beinahe mehr als alles andere, lässt uns Maschinen bleiben.
Dieses System jedoch besagt, dass der Mensch eine spezielle Maschine ist. Erstens kann er wissen, dass er eine Maschine ist, „mit allem was dies impliziert“, wie Ouspensky sagte. Die Anerkennung unserer Mechanikalität, wie schmerzlich auch immer, beinhaltet unsere weitestgehenden Möglichkeiten, denn nun können wir beginnen daran zu arbeiten, keine Maschinen mehr zu sein. Mit den richtigen Bemühungen und der Hilfe aus einer bewussten Quelle können wir daran gehen, die Qualitäten zu erlangen, von denen die meisten denken, dass sie sie bereits besitzen.
Jede Maschine hat eine Anzahl von Funktionen, und der Mensch ist keine Ausnahme davon. Wir sind an die Idee gewöhnt, dass wir e i n Gehirn haben und dass dieses eine Gehirn die anatomische Show mit gütiger Unterstützung des Drüsensystems aufführt. In Tat und Wahrheit haben wir jedoch sieben Gehirne oder Zentren, wie sie in diesem System genannt werden. Um uns als Maschinen zu verstehen, müssen wir diese verschiedenen Zentren kennen und in der Lage sein, sie von einander zu unterscheiden.
Wir beginnen mit den vier niederen Zentren: Dem instinktiven Zentrum, dem motorischen Zentrum, dem emotionalen Zentrum und dem intellektuellen Zentrum.
Das intellektuelle Zentrum ist das Zentrum, das denkt. Es nimmt Ideen auf, lernt Worte und Sätze, memorisiert Fakten und setzt Fakten und Ideen in neuen Kombinationen zusammen. Das intellektuelle Zentrum ist in dem lokalisiert, was wir gewöhnlicherweise unser Gehirn nennen.
Das emotionale Zentrum ist im Solar Plexus lokalisiert. Dieses Zentrum enthält die Welt unserer Gefühle und Stimmungen und was „künstlerische“ oder „intuitive“ Impressionen genannt werden kann. Das emotionale Zentrum arbeitet mit weit grösserer Geschwindigkeit als das intellektuelle Zentrum.
Das Bewegungs-Zentrum und das instinktive Zentrum sind am unteren Ende des Rückgrates lokalisiert. Das Bewegungs-Zentrum kontrolliert unsere äusseren Bewegungen. Es arbeitet hauptsächlich durch Imitation und Repetition und hat ein langes Gedächtnis.
Das instinktive Zentrum reguliert das Funktionieren der inneren Organe, Verdauung, Ausscheidung, Atmung und vieles andere mehr. Alle lebenden Organismen haben ein instinktives Zentrum, dessen Hauptaufgabe es ist, das physische Ueberleben des Organismus zu garantieren. Je mehr man an sich selbst arbeitet, um so weitgehender vermag man zu verifizieren, dass das instinktive Zentrum zwar für das physische Ueberleben notwendig ist, dem Ziel des Erwachens und der Arbeit gegen die Mechanik jedoch weitgehend entgegensteht.
Das fünfte Zentrum ist das Sex-Zentrum, das unsere sexuelle Energie reguliert. Dieses Zentrum arbeitet mit einer viel grösseren Geschwindigkeit als die niederen vier Zentren. Das Sex-Zentrum nimmt Dinge wahr und fällt Entscheidungen die Attraktivität oder Nicht-Attraktivität anderer Leute betreffend, lange bevor das intellektuelle Zentrum etwas davon weiss. Dazu kommt, wie Gurdjieff bemerkte, dass sehr oft das Sex-Zentrum unser Verhalten motiviert. Wir nehmen an Veranstaltungen teil, das heisst, gehen dorthin, wo auch viele andere Leute hingehen, und die treibende Kraft dahinter ist das Sex-Zentrum.
Apart von diesen fünf Zentren gibt es noch zwei höhere Zentren. Um den Platz dieser zwei höheren Zentren in der Psychologie des Vierten Weges zu bezeichnen, ist es hilfreich zuvor noch ein paar weitere grundlegende Ideen des Systems darzulegen.
Wenn wir uns über eine gewisse Zeit hinweg vom Standpunkt der Zentren aus zu beobachten versuchen, dann werden wir als erstes feststellen, dass die Zentren zusammenarbeiten: Das instinktive Zentrum hat Hunger und aktiviert im Bewegungszentrum eine Anzahl von Gewohnheiten, die Essen zubereiten, uns an den Tisch setzen und das Mahl in den Mund schaufeln lassen.
Wir werden Dinge über die falsche Arbeit der Zentren herausfinden. Speziell unerbaulich ist die Beobachtung, dass unsere Maschinen Dinge sagen und tun und dabei etwas ganz anderes fühlen und denken.
Nach einer gewissen Zeit wird uns klar, dass das Funktionieren der Zentren automatisch abläuft. Die Maschine denkt, fühlt, spricht ganz von selber, ohne dass wir irgendwas dafür können.
Bei all diesen Versuchen zur Selbstbeobachtung ist schlussendlich eines von entscheidender Wichtigkeit, nämlich, die schwierig zu machende Feststellung, dass wir es nicht können, dass wir uns nicht selbst beobachten können.
Leute möchten wohl oft etwas in ihrem Leben ändern, selten aber wollen s i e sich ändern, einfach weil sie sich Befriedigung einbilden oder resigniert sind oder – was ein universeller Wesenszug menschlicher Mechanik ist – weil sie es ganz einfach vergessen.
Maschinen bilden sich ein, eine unsterbliche Seele zu haben und zu unabhängiger Aktion und Entscheidung fähig zu sein. Solcherart sind wir zufrieden, wo wir entsetzt sein sollten. Maschinen träumen und sind zufrieden mit Träumen, weil sie schlafen.
Und wenn einmal einer kurz aufwacht und die Unwirklichkeit des Lebens, das er führt, wahrnimmt, dann versichern ihm alle, dass er sich wohl getäuscht habe und schelten ihn für dieses sein Danebenbenehmen, und die Träumerei geht weiter.
Dieses Versichern und Massregeln, dieses Momentum des alltäglichen Lebens, das uns sagt, alles sei gut und richtig, so wie es sei, wird in diesem System „feminine Dominanz“ genannt. Feminine Dominanz ist es, die den Lauf der Dinge um nichts herum garantiert.
Feminine Dominanz ist es, die uns schuldig fühlen lässt, wenn wir uns etwas herausnehmen, auch wenn es nur einen Moment mehr ist, als die Welt uns gewöhnlicherweise zugesteht, um zu realisieren, wer und was wir sind. Die sozial vermittelten Emotionen der femininen Dominanz, Haltungen die mit „ich sollte“ und „ich sollte nicht“ verbunden sind, sind Surrogate für die wirklichen Emotionen eines in den meisten Fällen fehlenden Gewissens. Wer die Welt, so wie sie ist, in Frage stellt, riskiert als Spinner, Verrückter, als Aussenseiter oder, im mildesten Fall, als Buchwurm angesehen zu werden.
„Das Leben ist doch schön, sei doch nicht so ein Miesepeter“, heisst es allemal. Doch hier täuscht uns das Leben am meisten, nämlich in der Annahme, dass seine Ziele Sinn und Zweck haben und dass wir darüber hinaus verpflichtet sind, diese Ziele zu verfolgen. Die Einflüsse welche dieses Momentum begleiten – Sex, Food and Money, Geld, Karriere, Familie, Vaterland, Gesundheit, Vergnügen – nennt der vierte Weg Einflüsse des Lebens. So lange eine Person hauptsächlich an Lebens-Einflüsse glaubt, ist sie nicht an spiritueller Arbeit interessiert, auch wenn sie das Gegenteil behauptet.
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Ich habe kurz skizziert, wo wir stehen. Nun möchte ich ebenso kurz skizzieren, wohin wir gehen wollen.
Das Ziel der Arbeit an sich selbst ist es, Bewusstsein zu erlangen. Der Begriff „Bewusstsein“ hat auf dem Vierten Weg eine einfache und eindeutige Bedeutung. Bewusstsein bedeutet Gewahrsein. Bewusstsein ist nicht denken, Gefühle oder körperliche Empfindungen, mit einem Wort: ist nicht Funktion – beinhaltet aber das Gewahrsein der Funktionen.
In jedem gegebenen Moment – jetzt zum Beispiel – können wir innehalten und und uns fragen, wessen wir gewahr sind, in uns und ausserhalb von uns? Was hören wir, was sehen wir? Was denken wir, was fühlen wir? Wessen sind wir sonst gewahr?
Mit den Annahmen, die ich vorher dargelegt habe, gehen Annahmen auch über das Bewusstsein einher. Eine davon ist, dass das Bewusstsein statisch sei. Wenn wir des Morgens aus dem Bett steigen, glauben wir, wir seien „wach“, und dass dieser Zustand des Bewusstseins bis nächtens, wenn wir wieder zu Bette gehen, anhalte. Eine weitere Annahme ist, dass jedermann über das gleiche Niveau des Gewahrseins verfüge, wie wir selber. Und schliesslich die Annahme,
das der Zustand des Bewusstsein v e r ändert (Drogen, Sex, Kopfverletzungen), nicht aber g e ändert werden könne.
Das System des Vierten Weges sagt etwas ganz anderes. Es besagt, erstens, dass das Bewusstsein nicht statisch ist. Während des Tages, in unserem sogenannten Wachzustand, kommt und geht das Bewusstsein. Das heisst, Bewusstsein hat Abstufungen, manchmal sind wir mehr, manchmal weniger wach. Und das bedeutet, dass wir mit einer kleinen Extra-Anstrengung für kurze Zeit bewusster sein können. Eine dritte - wenig verstandene - Qualität des Bewusstseins ist es, dass Bewusstsein kumulativ ist. Wenn man im Laufe der Zeit des öftern Anstrengungen macht, ein wenig bewusster zu sein, dann kumulieren sich diese Anstrengungen bis zu einer qualitativen Aenderung des Bewusstseins-Zustandes.
Der Vierte Weg unterscheidet vier Bewusstseins-Zustände. Den ersten nennen wir „Schlaf“. Das ist der Zustand, wenn wir ruhen und Energie tanken. In diesem Zustand haben wir nur wenig Möglichkeiten. Wir sind uns nur Fragmenten von Gedanken und Gefühlen gewahr und haben keine Möglichkeit unabhängig zu denken und zu agieren.
Wenn wir des morgens aufwachen, treten wir in den zweiten Bewusstseins-Zustand über, der gemeinhin „Wachzustand“ genannt wird. Der Vierte Weg nennt diesen Zustand jedoch „relativer Wachzustand“, in welchem der Mensch nur diskontinuierlich der Dinge gewahr ist und hauptsächlich dem Einfluss seiner Träume, Annahmen und externen Stimuli, die ihn bald in diese, bald in jene Richtung stossen, unterliegt.
Der dritte Bewusstseins-Zustand ist vom zweiten so weit entfernt, wie der zweite vom ersten. Dieser Zustand wird Selbst-Bewusstsein oder Gewahrsein seiner selbst genannt. In diesem Zustand können wir die Wahrheit über uns selbst wissen.
So wie wir sind, kennen wir diesen Dritten Zustand nur in Flashes. Dazu kommt, dass wenn diese Flashes aufleuchten, wir sie nur zu selten zu schätzen wissen. Wir können das Aufleuchten des dritten im zweiten Zustand durch die Phänomene des Erinnerns erkennen. Der Dritte Zustand schafft Erinnerung. Es ist dies nicht das intellektuelle Gedächtnis der Fakten, das sich an den Namen des Drittklass-Lehrers erinnert oder das Gedächtnis des motorischen Zentrums, das weiss, wie man ein Fahrrad fährt. Vielmehr sind es Momente an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit, in denen wir etwas erfahren oder getan haben, an das wir uns erinnern.
In diesen Momenten, gewöhnlich sind es nur Momente, ist der Dritte Zustand geschaffen worden.
Erinnerung wird im Dritten Zustand des Bewusstseins deswegen geschaffen, weil wir uns an uns selbst erinnern. Das ist der erste Geschmack dessen, was das System „Selbst-Erinnerung“ nennt.
Es ist aussergewöhnlich, dass wir zu ahnen beginnen, dass wir uns nicht an uns erinnern, und dass niemand sich an sich selbst erinnert. Nur schon, dass wir darüber nachdenken und ab und zu bemerken, dass wir uns nicht an uns selbst erinnern, ist ein Schritt zur Selbst-Erinnerung. Je tiefer wir dies realisieren, desto unzweifelhafter realisieren wir, dass wir schlafen.
Wir können nun das Ziel der Arbeit des Vierten Weges präziser umreissen: Es geht darum, den dritten Bewusstseins-Zustand zu schaffen und aufrechtzuerhalten: Sich an sich selbst zu erinnern.
Ein Charakteristikum des Dritten Zustandes ist die „geteilte Aufmerksamkeit“. Im Zustand der geteilten Aufmerksamkeit sind wir zweier Dinge zur gleichen Zeit gewahr: Des Eindrucks, den wir sehen oder hören oder empfinden und unserer selbst, der sieht, hört oder empfindet. Wenn wir Anstrengungen machen, uns an uns selbst zu erinnern, ist es oft der Fall, dass wir die geteilte Aufmerksamkeit für einen oder auch zwei Momente aufrechterhalten können, bevor wir wieder von dem Objekt unserer Aufmerksamkeit oder unserer eigenen Innenwelt absorbiert werden und in Schlaf verfallen.
Wenn wir damit beginnen, unsere Aufmerksamkeit zu teilen, merken wir rasch, dass dieser Kampf ein stiller und monumentaler ist. Vieles steht dagegen, und nur gelegentliche Anstrengungen genügen nicht.
Die Anstrengung, sich an sich selbst zu erinnern, beinhaltet die Anstrengung, gegenwärtig zu sein. Das ist eine merkwürdige Angelegenheit, weil der Kopf dies als nur zu offensichtlich abtut, dass wir nur j e t z t an uns selbst arbeiten können. Jetzt heisst nicht dieses Jahr oder diese Woche. Jetzt heisst jetzt, in diesem Moment. Wir können nur in diesem Moment an uns arbeiten. Wir arbeiten nie zu irgend einer anderen Zeit an uns selbst. Wir können das nicht, weil gar keine andere Zeit existiert. Es existiert nur dieser jetzige, gegenwärtige Moment.
Die Anstrengung, sich an sich selbst zu erinnern, den Dritten Zustand zu erfahren, ist eng mit den wiederholten Anstrengungen, gegenwärtig zu sein, da zu sein, wo wir sind, verbunden.
Weitere Charakteristiken des Dritten Zustandes schliessen Einheit und Wille mit ein. Erst in diesem Zustand beginnen wir jene essentiellen Qualitäten zu erwerben, die sich der Mensch im zweiten Zustand fälschlicherweise zuschreibt. Im Dritten Zustand kristallisiert sich auch das eine von den zwei höheren Zentren, das Höhere Emotionale Zentrum.
Im vierten Bewusstseins-Zustand, das Objektives Bewusstsein genannt wird, beginnt das zweite höhere Zentrum, das Höhere Intellektuelle Zentrum, zu funktionieren. Der Vierte Zustand hat in verschiedenen esoterischen Traditionen verschiedene Namen: Samadhi, Satori, Königreich des Himmels oder populärerweise „kosmisches Bewusstsein“. Im vierten Zustand können wir die Wahrheit über die externe Welt wissen.
Ein erwachter Mensch lebt im dritten und vierten Bewusstseins-Zustand, in welchen seine beiden höheren Zentren funktionieren. Ein erwachter Mensch lebt in der Gegenwart.
Lassen sie mich wiederholen: Bewusstheit ist nicht Funktionen. Auch wenn die Maschine, so lange wir leben, bei allen vier Bewusstseinszuständen funktioniert.
Und ein weiterer wichtiger Punkt: Der vierte Zustand folgt auf den dritten, so wie dieser auf den zweiten folgt. Ohne Selbst-Gewahrsamkeit ist keine Erleuchtung möglich. Diese logische Simplizität ist deshalb nicht zu unterschätzen, weil wir so vollständig darauf programmiert sind, zu denken und zu handeln, als ob wir uns in diesem Dritten Zustand befänden. Dazu kommt, dass viele Merkmale des zweiten Zustandes uns im Weg zum dritten Zustand stehen.
Die drei Hauptmerkmale des zweiten Zustandes, die uns im Weg zur Bewusstheit stehen, sind: Identifikation, Imagination und negative Emotionen.
Die Arbeit an diesen drei Grundvoraussetzungen der Psychologie des zweiten Zustandes ist lang und schwierig.
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Selbstbeobachtung. Nun habe ich jedoch zuvor gesagt, dass wir uns nicht selbst beobachten können. Das stimmt insofern, als dies die erste wichtige Verifikation ist, die wir im Bezug auf die Selbst-Beobachtung zu machen haben. Mit der Idee der Selbst-Erinnerung und den Anstrengungen, ein wenig wacher zu sein, stossen wir jedoch alsbald auf ein Paradox: Um uns selbst beobachten zu können, müssen wir uns an uns selbst erinnern. Und um uns an uns selbst zu erinnern, müssen wir Anstrengungen machen, uns und unsere je gegenwärtigen Bewusstseins-Zustände zu beobachten.
Selbst-Beobachtung meint nicht Introspektion oder Beschäftigung mit sich selbst. Erfolgreich kann dieser Prozess nur in einer Schule durchgeführt werden.
Das erste Hindernis, das der Bewusstwerdung entgegensteht, ist die Identifikation. Identifikation ist unser gewöhnlicher Zustand. Wir treten in ein Kino. Die Andersartigkeit des Geruchs, die Farben machen uns ein wenig aufmerksamer und aufgekratzter, als wir gewöhnlich sind. Dann geht das Licht aus, der Film flimmert über die Leinwand, und wir verschwinden. Ausgenommen während der paar wenigen Überraschungen im Ablauf des Filmes oder infolge des Geruch des Popcorns oder wegen des langen Lulatschs vor mir, der mir die Sicht versperrt, bin ich aufgelöst, in das, was ich anschaue. Ich selber existiere nicht. Ich bin identifiziert.
Das ist nur ein Beispiel. Aber es ist immer, mit allem und jedem, so. Wenn ich identifiziert bin, existiere ich nicht. Nur das Objekt meiner Identifikation existiert. Ich bin mir nur dieses einen Objekts gewahr, es macht meine ganze Erfahrung in diesem Moment aus.
Identifikation hat zur Folge, dass wir nur allzu selten wissen, was wichtig ist. In unserem Alltag sind wir uns kaum bewusst, dass wir sterben werden oder dass wir nichts für unser emotionales und spirituelles Verständnis tun, aber wann gibt es endlich etwas zu essen. Identifikation macht das Unwichtige wichtig und reduziert das wirklich Wichtige, die Selbsterinnerung, gegen Null.
Das zweite Hindernis ist Imagination. Diese umfasst Tagträume, Gespräche und andere Machinationen in unserem Kopf, unnötige Vorwegnahmen, Freude, Ängste oder das Verhaftetsein in Vergangenem – kurz jegliche unkontrollierte Geistesaktivität, die uns von der Gegenwart abzieht. Gelegentlich wird mit Imagination der kreative, künstlerische Prozess bezeichnet, hier jedoch ist damit ein destruktiver Prozess gemeint. Jegliche Geistestätigkeit, die nicht intentional, mit Präzision und der Anstrengung, sie auszudrücken und zu klären, durchgeführt wird, degeneriert in Imagination und ist verloren.
Noch und noch machen wir die Erfahrung, dass unsere Ideen über etwas oder unsere Vorstellung, wie etwas sein sollte, so gar nicht mit dem übereinstimmt, was ist. Tatsächlich wird während eines Lebens diese Traumwelt des öftern mehr als nur angekratzt. Die wenigsten wissen jedoch daraus einen Nutzen zu ziehen.
Einer der Gründe dafür ist die schädlichste Form von Imagination, die Imagination von uns selber.
Wir haben unsere Vorstellungen über uns selber. Wir finden, wir sehen so und so aus, doch der Spiegel spiegelt uns was anderes zurück. Wir finden, dass wir so und so sprechen, auf dem Tonband spricht jedoch ein ganz anderer. Wir denken, wir hätten die und die Fähigkeiten und könnten das und das machen, und wenn es dann nicht der Fall ist, sind die andern oder die Umstände schuld.
Natürlich gibt es auch Leute, die mit gutem Glück gestraft sind, insofern, dass das, was sie imaginieren, dass es geschehen werde, auch tatsächlich geschieht, und sie dann finden, sie seien es gewesen, die dies bewerkstelligt hätten.
Das System besagt, dass Imagination alle Zentren befriedigt. Das bedeutet, dass Imagination die Realität ersetzt. Solange wir glauben, dass wir dahin reisen können, wohin wir bislang noch nicht gereist sind, oder das Buch schreiben können, das wir noch nicht geschrieben haben, sind wir es zufrieden, es nicht zu tun. Das ist die Krankheit, des „morgen, morgen nur nicht heut“, von der Gurdjieff gesprochen hat. Wir glauben fortgesetzt, dass es für uns ein Morgen gibt, und so verschieben wir die Arbeit, die wir heute tun könnten. Doch Arbeit, wirkliche Arbeit, findet nur im Moment statt. Es gibt keine andere Zeit um zu arbeiten. An einem bestimmten Punkt in unserem Leben realisieren wir, dass uns gewisse Erfahrungen nicht mehr offen stehen, und dies kann extrem schmerzlich und schwierig zu akzeptieren sein. Es muss aber gesagt werden, dass wenn wir in der Lage sind, das anzuerkennen und uns wahrhaftig damit konfrontieren, dass dann die Möglichkeit, eine Schule zu finden und an sich selbst zu arbeiten nicht allzu fern ist. Tatsächlich könnte sie näher sein, als sie es je war.
Das dritte Hindernis sind negative Emotionen. Der Vierte Weg besagt, dass wir ein emotionales Zentrum haben, dass aber von allen vier niederen Zentren das emotionale Zentrum dasjenige ist, das am meisten falsche Arbeit verrichtet. Negative Emotionen sind Angst, Ärger, Langeweile, Neid, Hass, Gleichgültigkeit, Eitelkeit und vieles andere mehr.
Negative Emotionen sind total nutzlos. Sie geben uns nichts und fressen stattdessen all unsere Energie. Tatsächlich sind sie gar keine richtigen Emotionen. Durch unser Verhaftetsein an negative Emotionen erleben wir höchst selten, wenn überhaupt, wirkliche Emotionen.
Der Ausdruck negativer Emotionen ist vielleicht das grundlegende Charakteristikum der gewöhnlichen menschlichen Psychologie. Wir sind der Ansicht, dass wenn wir unsere negativen Gefühle ausdrücken, diese herauslassen, sogenannt Dampf ablassen, dass wir sie dann los sind und es uns dann viel besser geht. Es bräuchte jedoch nur ein wenig Ehrlichkeit, um zu sehen, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen bestärkt der Ausdruck negativer Emotionen diese und ermutigt uns, diese wieder und wieder zu fühlen und auszudrücken. Zusätzlich vergiftet dieses sogenannte Dampf ablassen nicht nur unser eigenes emotionales Leben, sondern auch das emotionale Leben derjenigen um uns herum. Wenn wir negative Emotionen ausdrücken, rechtfertigen wir deren Existenz und glauben an die mechanischen Haltungen, die diese hervorrufen.
Das meiste, was wir als Kunst und Literatur bezeichnen ist Ausdruck negativer Emotionen. Vieles von dem, was wir als lustig oder unterhaltend empfinden, ist ebenfalls Ausdruck negativer Emotionen. Auf Grund der Identifikation sind wir der Ansicht, dass bestimmte Themen, Ereignisse, wie Naturkatastrophen, soziale Ungerechtigkeit all die Sorgen in der Welt verursachen. Dem ist aber nicht so. Wir sind negativ, weil wir es uns e r l a u b e n , negativ zu sein. Es ist dies ein Trick der Maschine, jemand anders oder etwas anderem die Schuld für ihre Negativität zu geben. Wir sind der Meinung, dass wenn man uns gut behandelte, dass wir dann nicht verärgert oder verstimmt wären. Wir sind der Meinung, dass wir negativ sein müssen, um den anderen zu zeigen, dass sie im Unrecht sind. Und auch, dass wir negativ sein müssen, weil die andern auch negativ sind. Wir wenden sehr viel Energie auf um Auseinandersetzungen zu gewinnen und uns durchzusetzen, und wir glauben, dass der Ausdruck von Negativität der Weg dazu ist, dies zu erreichen.
Der Vierte Weg betont im Besonderen das Studium der negativen Emotionen, denn dies ist ein Gebiet, wo Änderungen stattfinden können. Negative Emotionen werden durch ihren Ausdruck genährt. Wenn wir damit beginnen, negative Emotionen nicht mehr auszudrücken, dann wird die Stärke dieser Emotionen abnehmen. Die so gewonnene Energie können wir der Selbst-Erinnerung und der Durchdringung des Dritten Zustandes zuführen.
Nicht-Ausdruck negativer Emotionen meint nicht, diese zu unterdrücken. Wenn wir Ärger oder Eifersucht unterdrücken, sind diese immer noch da, drücken sich so oder so aus, in unseren Blicken und unserer Ausstrahlung. Um daran zu arbeiten negative Emotionen nicht auszudrücken, müssen wir uns an uns selbst erinnern. Wir können nicht erfolgreich an unserer Negativität arbeiten, ohne uns an uns selbst zu erinnern.
Eine Dimension dieser zwei Bemühungen, dem Nicht-Ausdruck negativer Emotionen und der Selbsterinnerung, ist der Prozess der Transformation von Leiden. Wir alle leiden, und es ist ein Muster unseres Denkens, dass wir der Auffassung sind, dass wir Leiden vermeiden können, wenn wir gewisse Personen oder Situationen meiden oder uns an Vergnügungen und Zerstreuungen anheimgeben. Doch das Leiden geht nicht so einfach weg, teils weil unsere Identifikationen diesem immer wieder Nahrung geben, teils weil die Transformation von Leiden uns grosse Möglichkeiten eröffnet.
Transformierung von Leiden meint, dass wir die Negativität, die wir durch Leid erfahren durch Selbsterinnerung ersetzen.
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Anders als in anderen spirituellen Traditionen findet die Arbeit des Vierten Weges mitten im Leben statt. Einer der Gründe dafür ist, dass die besten Bedingungen für die Arbeit an uns selbst sich da befinden, wo wir gegenwärtig eingelassen sind. Uns zu ändern beginnen wir am besten im Kontext unserer habituellen Routinen. Auf diese Weise wird nichts ausgelassen, keine Identifikation, keine negative Emotion wird übersehen. Ein anderer Grund, warum der Vierte Weg im Leben stattfindet ist der, dass das Aufgeben äusseren Besitzes, so ehrlich es gemeint ist, uns nicht sehr weit bringt. Viel schwieriger ist es, das innere Gepäck, Identifikation, Imagination, negative Emotionen etc. loszuwerden. Ohne ausdauernde Bemühungen und ohne die Hilfe einer Schule ist dies unmöglich.
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Das ist das, was ich Ihnen in der zur Verfügung stehenden Zeit von der Psychologie des Vierten Weges darlegen konnte. Gänzlich weggelassen ist die Kosmologie des Vierten Weges. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
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